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Pressemitteilung · Wiesbaden, 21. Oktober 2026
Preisschock bei Matcha: Deutscher Händler zahlt in Japan bis zu 95 Prozent mehr
Der Wiesbadener Matcha-Händler Matchoya hält seine Verkaufspreise vorerst stabil. Der Rohstoff Tencha kostet auf dem Kyoto-Teemarkt mehr als dreimal so viel wie 2024.
Der weltweite Matcha-Boom kommt bei deutschen Händlern als Preissprung an. Die Wiesbadener Marke Matchoya, die Matcha aus der japanischen Region Uji bei Kyoto importiert, zahlt ihren Lieferanten für die Ernte 2026 zwischen 70 und 95 Prozent mehr als für die Ernte 2025. Betroffen sind alle Sorten im Sortiment.
„So eine Erhöhung von einer Ernte zur nächsten haben wir noch nicht erlebt. Unsere Preise im Shop erhöhen wir trotzdem vorerst nicht. Wir schauen uns an, wie sich die Ernte 2027 entwickelt“, sagt Alexander Przybylski, Geschäftsführer von Matchoya.
Die Zahlen aus Japan
Die Erhöhung passt zu den Daten vom japanischen Markt:
- Kyoto-Teemarkt: Tencha aus der ersten Ernte, der Rohstoff für Matcha, kostete 2026 im Schnitt 17.797 Yen pro Kilogramm. 2024 waren es 5.402 Yen, 2022 nur 4.121 Yen (JA Zen-Noh, veröffentlicht von Ippodo, Stand 19.06.2026).
- Auch Alltagstee wird teurer: Weil Bauern Felder auf Tencha umstellen, stieg Sencha im selben Zeitraum von 3.407 auf 6.657 Yen pro Kilogramm, Bancha von 674 auf 2.850 Yen.
- Japanische Marken erhöhen: Ito En hob die Preise für 19 Matcha-Produkte im September 2025 um 48,8 bis 100 Prozent an. Ippodo aus Kyoto passte die Preise im Oktober 2026 zum zweiten Mal in Folge an. Meiji hat sein Matcha-Eis „Super Cup“ nach 24 Jahren eingestellt, weil der Rohstoff knapp werden könnte.
- Export verdoppelt: Japans Grüntee-Export stieg 2025 auf 72,1 Milliarden Yen (2024: 36,4 Milliarden). Die Teeproduktion sank dagegen auf 75.100 Tonnen, ein Viertel weniger als vor 20 Jahren.
Keine schnelle Entspannung
Neue Teefelder brauchen rund fünf Jahre bis zur ersten Ernte. Ein großes Matcha-Werk in Kagoshima soll erst im Dezember 2027 in Betrieb gehen. Ippodo schreibt, es sei schwer vorstellbar, dass die Preise auf das Niveau von vor ein paar Jahren zurückkehren.
Was das für Verbraucher heißt
Im Supermarkt ist vom Preissprung bisher wenig zu sehen. Bio-Matcha in Drogerie und Supermarkt kostet weiter etwa 5 bis 10 Euro pro 30-Gramm-Dose. Bei Matcha aus Uji und bei japanischen Teehäusern sind die Preise dagegen deutlich gestiegen. Eine Übersicht mit Preisen pro Tasse von der Drogerie bis Starbucks: Was kostet Matcha? Preise 2026 und 2027. Hintergründe zur Knappheit: Warum ist Matcha so teuer?
Über Matchoya
Matchoya ist eine Matcha-Marke aus Wiesbaden und verkauft japanischen Matcha aus Uji an Endkunden und an Cafés und Gastronomie. Die Laborberichte zu den Sorten sind öffentlich einsehbar. Betreiber ist die SHype Trading UG (haftungsbeschränkt).
Pressekontakt
Alexander Przybylski
SHype Trading UG (haftungsbeschränkt) · Matchoya
Bahnstr. 8, 65205 Wiesbaden
Telefon: +49 151 14991587
E-Mail: hello@matchoya.de
Quellen zu den Marktdaten: Ippodo (01.09.2026) · Ito En (31.07.2025) · Oricon News (08.10.2026) · The Japan News (02.06.2026) · Sumikai (Oktober 2026). Abdruck honorarfrei, Bildmaterial auf Anfrage.
